Bloggen mit Publii
Als ich vor vielen Jahren mit dem Blog anfing, "verwaltete" ich die komplette Seite in einer simplen Datei. Strickte es etwas HTML und CSS drumherum, machte eine XML für das RSS und fertig war es. Die ersten Jahre funktionierte das auch okayish. Irgendwann wurde es nerviger, da unübersichtlich und manchmal auch fehlerträchtig. 2019 restrukturierte ich es mittels HTML5 ein bisschen, aber die Zeit ging flöten und damit wurde es hier auch sehr sehr ruhig.
Als der Wunsch wieder mehr zu Bloggen größer wurde, wollte ich auch etwas komfortableres als die obige Lösung. Für meine Frau hatte ich ein WordPress aufgesetzt und damit ein paar Schritte getan. Da ich keinen dynamischen Content wollte, die Verwaltung auch nicht wirklich komfortabel war und auch bei einer nicht veröffentlichten Seite schon massenweise Spam eintrudelte, war klar, dass ich was Anderes brauchte.
Schnell kamen da Static Site Generatoren in den Fokus. Die Auswahl ist groß, die Lernkurve bei Einigen auch. Mein Student baute eine Seite mit Hugo für seine Mutter und berichtete ab und an zu ein paar Unwegbarkeiten. Verschiedene Browser hier, Darktheme dort, Auflösungen usw. Nun gut, ich war trotzdem angetan und mir ist es egal, ob iPad und iPhone die Seite unterschiedlich rendern. Ich nahm also die Tutorials, baute das Design, fing an die Posts zu migrieren und...hatte mal wieder keine Zeit. Beim nächsten Mal fiel es mir schon schwer sich an ein paar Befehle zu erinnern, aber es ging vorwärts, aber schleppend. Irgendwann nach einer größeren Periode ohne etwas zu machen erinnerte ich mich nicht mal mehr, wie ich den Hugo Server lokal startete und wusste. Das wird so nichts, ich brauch ein CMS, was sich darum kümmert.
Es gibt ja den schönen Satz: "Man ist kein Informatiker, wenn man nicht mal selbst ein CMS gebaut hat." Zum Glück hatte ich das im Studium schon mal hinter mich gebracht und konnte mich daher nach etwas Fertigem umschauen. Auch hier ist die Auswahl wieder groß, wie immer. Ich entschied mich irgendwann für Publii, da ich das Gefühl hatte, dass es mich gut unterstützt und bei den Herausforderungen begleitet.
Nun ja, was soll ich sagen, anfangs dauert es natürlich ein bisschen und es ist weitaus Mächtiger als ich es benötige, aber es erfüllt seinen Zweck und ich kann mich auf das Konzentrieren, was ich machen will. Texte schreiben, 2-3 Klicks machen und es ist online. Kein manuelles Zusammenstellen des RSS mehr, kein Gefrickel in einer riesigen HTML-Datei und auch die Verwaltung der Bilder übernimmt es. Einfach nur gut, sodass ich damit aktuell sehr zufrieden bin. Der Upload auf den Webspace zickt noch etwas, weil der FTP-Zugang nicht will, aber das liegt nicht am Tool, sondern an der Gegenseite.