Das smarte Heim
Weihnachtszeit heißt Nebenkostenabrechnungszeit, zumindest hier flattert sie meist ein paar Tage vor den Festtagen mit der Post ins Haus. Irgendein Jahr war es auch schon mal am 24.
Nun gut, gecheckt, gewundert, bezahlt oder sich über eine Rückzahlung gefreut. Allerdings fiel mir auf, dass die Heizkosten immer mehr wurden, obwohl der Preis relativ stabil ist. Geheizt wird mit Fernwärme und die ist, zumindest in Dresden übermäßig teuer, wie man im Vergleich herausgefunden hat. Ein Anbieterwechsel ist auch nicht möglich, so war für mich nur die Option am Verbrauch zu drehen.
Ich besorgte mir also für das Wohnzimmer, der einzige Raum der häufig geheizt wird, ein Thermostat, welches fernschaltbar ist. Genauer, ein Fritz! Smart Thermo 301. Es war für mich zu dem Zeitpunkt der logische Schritt, da es kompatibel mit der Fritz!Box ist und kein zusätzliches Gateway oder Ähnliches benötigt. Da ich auch nicht vor hatte übermäßig viel Krempel an Sensoren und Aktoren dazu zu kaufen, reichte mir die DECT-Lösung so aus.
Die Wochen und Monate vegingen, es wurde ein bisschen an den Einstellungen geschraubt. Da ein Grad mehr, dort die Zeit ein bisschen eher und es erfüllte seinen Zweck. Irgendwann standen außergewöhnliche Ereignisse an, Urlaube, Feiertage usw. Dort zeigten sich dann die ersten Unzulänglichkeiten der Lösung von AVM. Urlaubs- oder Feiertage die zu Hause verbracht wurden konnten nicht einfach mit einem Klick vom Profil geswitcht werden. Ebenso Wochenenden, wo man nicht da war. Alles musste umständlich über Pläne genau terminiert werden und neue Templates erdacht. Ein einfaches Heizung aus bis Datum xx Uhrzeit yy, ist nicht möglich. Zudem nur auf der Fritzbox direkt einstellbar, die SmartHome-App ist minimal und fast nur zur Anzeige zu gebraucht. Ebenfalls sind nur Schritte von 15min bis 24h möglich. Weiterhin sind die Auswertungen mangelhaft, so lassen sich nur die Daten der letzten 24h anschauen, nicht exportieren und einzelne Zeitpunkte nur abschätzen, siehe Bild.

So lief es dann 2 oder 3 Jahre und tatsächlich konnte ich den Verbrauch um ca. 20% senken, ohne, dass die sonst hier wohnenden Personen sich beschwerten. Allerdings war mir das zu unkomfortabel, sodass ich mich nach Alternativen umgesehen habe. Dazu aber mehr in anderen Blogposts. Stay tuned.